Psychologie Glossar - Definition

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LMX-Theorie (Leader Member Exchange) (M8 - 03423)

Aspekte der Beziehungsqualität zwischen Führungskraft und einzelnen Geführten. Sie postuliert, dass sich hier ein "innerer Kreis" bevorzugter Mitarbeiter, zu denen die Führungskraft eine besondere Vertrauensbeziehung entwickelt, von einem äußeren Kreis al problematisch empfundener Mitarbeiter unterscheiden lässt. Nachdem sich diese Annahmen und die damit verbundenen Folgen für Leistung und Zufriedenheit deskriptiv gut bestätigen ließen, wird in neueren Versionen der Theorie normativ die Entwicklung qualitativ hochwertiger Beziehungen zu allen Gruppenmitgliedern gefordert. Neben den genannten Merkmalen beschäftigt sich die neuere Führungsforschung u.a. mit Facetten des Führungsverhaltens jenseits der Grobdifferenzierung zweier Führungsstile, mit Einflüssen des Geschlechts und anderer demographischer und Rollenmerkmale oder mit grob kontraproduktivem Führungshandeln („leader derailment“), das bis ins Pathologische reichen kann.